himmel und hölle

Himmel und Hölle
2006
Fotoinstallation
C-Prints
1035/495 cm

Installation in der ehemaligen Pathologie/Kulturpavillon Klinik Wil

Im Kulturpavillon wird eine Hommage an die einstige Nutzung des Raumes inzeniert. Mit Himmel+Hölle wird in der ehemaligen Pathologie der psychiatrischen Klinik zu einer Auseinandersetzung angeregt. Die Rauminstallation lässt den Betrachter innehalten, mit sich und mit dem Tod. Was ist nach dem Tod? Wie fühlt es sich an zu sterben? Gibt es den Himmel? Die Hölle? Oder das Fegefeuer? Gibt es eine Macht, die uns empfängt und richtet? Einen Gott oder einen Teufel? Gibt es Engel mit Harfen auf den Wolken schwebend? Ist es in der Hölle heiss und im Himmel rein und weiss? Gibt es gar verschiedene Himmel und Höllen wie bei Dante beschrieben? Gibt es nichts? Gibt es ein Leben danach oder wird alles zu Asche? Wohin wandert die Seele? Wird alles gut?

Es gibt keine abschliessenden Antworten auf diese Fragen. In Philosophie, Literatur und Theologie gibt wohl verschiedene Erklärungsmodelle, diese bieten aber nur ein Gerüst oder eine Hilfestellung um einzuordnen. Schlussendlich ist jeder im Moment des Sterbens mit sich alleine und der klärenden Antwort.  
Vor dem Pavillon steht der Besucher vor der Wahl, durch welche Türe er eintreten soll, in den Himmel oder in die Hölle? Und mit dem ersten Schritt in den Raum gibt es kein Entweichen vor der Auseinandersetzung von eigenen Fragen und Ansichten zu Tod und Sterben. Der Betrachter steht unmittelbar und direkt im Geschehen.

Die Boden-Installation im Kulturpavillon greift die Dramatik des Todes feinfühlig auf, sie lässt wie dieser, dem Besucher kein Entrinnen vor einer Auseinandersetzung. Zeitgleich zur Wiler Ausstellung wird mit einer Installation zur gleichen Thematik der Projektraum Ehegraben in Zürich bespielt.