Die Haut ist mehr als nur die äussere Hülle des Körpers. Sie ist Schutzschild, Ausdrucksmittel und Sinnesorgan in einem.
Die Haut ist das grösste Organ des Menschen und sehr vielseitig. Sie hat eine Oberfläche von 1,5–2 Quadratmetern und ihr Gewicht kann bis zu 10 Kilogramm betragen. Sie schützt den Körper vor Umwelteinflüssen und gleichzeitig bekommt der Körper über die Haut Informationen aus seiner Umgebung – mit der Haut werden Berührungen, Temperatur oder Schmerzen gefühlt. Zudem prägt die Haut das äussere Erscheinungsbild eines Menschen, sie ist an verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedlich aufgebaut, erkennbar auch an feinen oder groben Linien oder Furchen. Alter und andere Einflüsse prägen die Haut, sichtbar an Pigmentierung, zunehmender Faltenbildung, verminderter Elastizität, zusehmnder Trockenheit.
Die Haut reagiert aber nicht nur auf Kälte oder Wärme. Die Haut und die Psyche sind eng miteinander verbunden –Menschen bekommen eine Gänsehaut, wenn sie Angst haben oder sich über etwas erregen, sie erröten, wenn sie sich schämen oder wütend sind, oder erblassen vor Schreck.
Fühle ich mich wohl in meiner Haut – E
ntspannt und selbstbewusst im Auftreten und im Umgang mit anderen Menschen sein, vermittelt den Eindruck, mit den eigenen Fähigkeiten und der eigenen Situation klar und zufriedenstellend im Einklang zu sein.
Unter die Haut gehen – Diese Redewendung stammt von der wörtlichen Bedeutung, dass man einen Juckreiz unter der Haut hat – etwas Irritierendes, das man nicht ganz los wird, ein innerliches aufwühlen. Diese starke Empfindungen können durch ärgerliche Situationen auslöst werden oder durch starke emotionale Erfahrungen (Der Film ging mir unter die Haut) erlebt werden.
Nicht in deiner Haut stecken – Ich möchte nicht mitmachen müssen, was du erlebst. Ich will das Schicksal nicht teilen wollen, nicht die Kälte ertragen mögen, unter der du leidest, und nicht deine Narben und Verletzungen spüren müssen.
Mit Haut und Haar – Bezogen auf den Menschen mit seinerer ganzen Persönlichkeit, vollkömmen, gänzlich mit allem, was dazugehört – ganz und gar.
Aus der Haut fahren – Dass wir aus der Haut fahren könnten, wenn uns etwas so richtig ärgert, hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert. Die Redensart wird für Wut, Schmerz und Ärger verwendet, denn diese Emotionen zeigen wir im Normalfall eben nicht, sondern erst, wenn wir besonders wütend oder verärgert sind – erst dann fahren wir redensartlich aus der Haut und verlassen mit unseren Emotionen sozusagen unsere schützende Hülle.
Und wie fühlt es sich an im auf jemanden Haut zu stehen?
Begehbarer Fototeppich.
Motiv: Unterschiedliche Ansichten menschlicher Haut